Tierliche Inhaltsstoffe in Arzneimitteln:

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Name

Beschreibung

Adrenalin

Aus den Nebennieren von Schweinen, Rindern und Schafen.
Alternativen: synthetisch.

Albumin, Eiweiß

Geklärtes Serum. In Eiern, Milch, Muskeln, Blut und vielen pflanzlichen Geweben und Flüssigkeiten.

Amber, Ambra

Cholesterinähnliches Ausscheidungsprodukt von Pottwalen. Wachsartige, graue Masse, die u.a. den geschlachteten Tieren entnommen wird. In der Medizin als Anregungsmittel, gegen Krämpfe, zur Förderung von Appetit und Verdauung. Alternativen: Ernährungsumstellung (z.B. vegane Rohkost).

Amylase, E 1100

Enzym aus den Bauchspeicheldrüsen von Schweinen.

Amnionwasser, Amniotic Fluid, Fruchtwasser

Flüssigkeit, die den Fötus in der Plazenta umgibt.

Bienengift, Bienenvenom

Sekret aus der Giftblase der Honigbiene. Enthalten in Medikamenten gegen Muskelrheumatismus; wird bei Gelenkerkrankungen eingesetzt. Alternativen: Ernährungsumstellung (z.B. vegane Rohkost), alternative Heilmethoden.

Cortison, Corticosteroide

Vom getöteten Tier. Hormone aus der Nebennierenrinde. Alternativen: synthetisch, pflanzlich aus Yamswurzel und Sojabohne.

Duodenum Substanzen

Aus dem Verdauungstrakt von Rinder und Schweinen. In einigen Vitaminpräparaten, Medikamenten. Alternativen: vegane Vitaminpräparate, synthetisch.

Gelatine, Gelatin, Speisegelatine, Geliermittel, Gele, Aerogele (z.B. Silicagel), Lyogele (Gal-lerten), Xerogele

Proteine mit Gerüsteiweißstoff Collagen. Speisegelatine wird speziell hergestellt aus schlecht verwertbaren Teilen von Tieren wie entfetteten Knochen, Schwarten, Häuten u.a.m. Aus Rindern, Pferden und Schweinen. Als Grundstoff für pharmazeutische Kapseln, Gelee-Tabletten, Dragees und Vitamintabletten, etc.

Glycerin, Glyzerin, Glycerinmonosterat, Glycerol, Polyglycerol, Polythylenglycol (PEG), E 422

Beiprodukte der Seifenherstellung. Überwiegend aus tierlichen Fetten. Als Feuchthaltemittel in Mundspülungen, Zahnpasten, Seifen, Salben. In Arzneimittel, Schmiermitteln. Alternativen: pflanzliches Glycerin, ein Beiprodukt von Pflanzenölseifen; aus Seetang; aus Petroleum.

Heparin

Aus der Darmschleimhaut getöteter Rinder. Als Wirkstoff zur Verhinderung von Blutgerinnseln.

Insulin

Aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen und Rindern. Bei Millionen von Diabetikern im täglichen Einsatz. Alternativen: synthetisch; im Labor gezogenes menschliches Insulin; sofern möglich rechtzeitige Ernährungsumstellung (z.B. vegane Rohkost).

Knochenmehl

Aus Tierknochen. In eigenen Vitaminpräparaten sowie in Zusatzstoffen als Quelle für Calcium, in Zahnpasten. Alternativen: vegane Vitaminpräparate.

Lipasen

Enzyme aus Magen und Zungendrüsen von Kälbern, Ziegen- und Schafslämmern. In verschiedenen Vitaminpräparaten. Alternativen: pflanzliche Enzyme.

Lebertran, Leberöl

Aus der Leber von Heilbutten, Dorschen (Cod Liver Oil) oder von Haifischen (Shark Liver Oil). In Wundsalben, Vitaminpräparaten. Wirkung ist umstritten. Alternativen: pflanzliche Öle, Hefeextrakt, Ergosterol, Sonnenschein.

Lecithin, Cholinbitartrate, E 322

In allen lebenden Organismen. U.a. aus tierlichen Zellen, z.B. aus Eiern, hergestellt. Auch aus Nervengeweben, Blut, Milch, Getreide. Cholinbitartrat, der Grundstoff des Lecithins, kommt in vielen tierlichen und pflanzlichen Geweben vor, wird aber auch synthetisch hergestellt.

Methionin

Eine essentielle Aminosäure, die in verschiedenen Proteinen vorkommt, wie Fleisch-, Ei-, Milcheiweißen. In der Medizin bei Lebererkrankungen und Schwermetallvergiftungen.

Milchsäure, L-Milchsäure, Lactic Acid, E 270, Sodium Lactate, Natriumlactat

Kann in Blut und Muskelgeweben (Muskelkater) auftreten. L-Milchsäure ist ein Beiprodukt der Schlachthäuser. In Hautkräftigern, Pharmazeutika.

Pankreatin

Vom getöteten Tier. Enzyme des Pankreasaftes aus der Bauchspeicheldrüse. Als Reinigungsmittel für Prothesen, Mittel zur Erweichung der Hornhaut.

Pepsin

Enzym aus Magensäure von Schweinen. Ein Gerinnungsmittel. In einigen Vitaminpräparaten. Gleiche Anwendung und Alternativen wie beim Lab

Pille, die

Kann Östrogene** tierlicher Herkunft enthalten. Als Verhütungsmittel und Hormonpräparat. Alternativen: Es gibt wirklich genügend Alternativen, wie beispielsweise Kondome oder die natürliche Empfängnisverhütung.

**Östrogen. Östron. Östradiol. Estrogen - Aus den Eierstöcken von Kühen und dem Urin von Stuten, die unter Bedingungen wie in der Massentierhaltung dahinvegetieren müssen. Wird als Hormondroge angesehen. Kann bei Kindern Schädigungen hervorrufen. Eingesetzt bei Fortpflanzungsproblemen. In vielen Versionen der Pille, Hormoncremes, Cremes, Lotionen, Body-Building-Präparaten.

Presomen

Östrogenpräparat gegen Probleme in den Wechseljahren. Östrogen wird während der Trächtigkeit aus dem Urin von Stuten hergestellt. Die Urinentnahme erfolgt über angelegte Gummischläuche. Stuten werden wie Kälber in der Massentierhaltungsindustrie gehalten und immer wieder geschwängert. Schätzungsweise 65.000 Fohlen jährlich werden nur für dieses Präparat als »Nebenprodukt« geschlachtet. Alternativen: Ernährungsumstellung (z.B. vegane Rohkost), synthetische Östrogenpräparate.

Progesteron

Ein Steroidhormon aus der Plazenta und anderen Tierkörperteilen. In oralen Verhütungsmitteln. Alternativen: synthetisch. Schlangengifte. Schlangenvenom. Schlangenseren - Meist hochtoxische Substanzen, die Schlangen mit ihren Giftzähnen übertragen. Von Schlangen, die in sogenannten Schlangenfarmen gefangengehalten werden. In der Medizin zur Herstellung von Schlangenseren. Häufige Ausgangssubstanz zur Produktion von Enzymen.

Stearin, Stearinsäure, Stearic Acid, E 570, Talg, Stearamide, Stearate, Quaternium 27, Stearin, Monostearin, Distearin, Tristearin

Fettsäure aus Kühen, Schafen, etc. Meistens ist eine fettige Substanz aus Schweinemägen gemeint. Allgemeiner Name für drei Glyceride (Monostearin, Distearin, Tristearin). U.a. aus Schweinefett. In Medikamenten.

Stearylalkohol, Octadecanol, Stenol

Eine Mischung solider Alkohole. Kann aus Pottwalöl hergestellt sein. In Medikamenten. Alternativen: pflanzliche Stearinsäure.

Steroide, Sterole

Aus verschiedenen tierlichen Drüsen oder pflanzlichen Geweben. Steroide schließen Sterole mit ein. In Hormonpräparaten.

Surfacant

Aus der Lunge von getöteten Rindern. Medikament zur Bekämpfung von Atemnot bei Neugeborenen.

Vitamin A, Retinol (Vitamin A1), Acetate, Palmitate

Ein aliphatischer Alkohol. Kann aus Fischlebertran (z.B. Haifischlebertran), Eigelb, Butter, u.a. stammen.In Vitaminpräparaten, Zusatzstoffen. Alternativen: pflanzlich, z.B. aus Zitronellgras, Weizenkeimöl, Karotin aus Karotten, etc.; synthetisch.