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Gedichte:
Reinhard May - Hasengebet
Reinhard May - Tierpolizei
Erbarme Dich
Die Würde des Schweins ist unantastbar
Dhanisthika d.d. - Oh, lieber Bär
Dhanisthika d.d. - Ich bitte um Vergebung
Dhanisthika d.d. - Ein Kälbchen klagt an
Dhanisthika d.d. - Ein Füchslein spricht
Dhanisthika d.d. - Das Leiden der Geschöpfe
Dhanisthika d.d. - Mutter Erde tanzt
Dhanisthika d.d. - Drei Erdmännchen unter sich
Reinhard May - Hasengebet
Mein sehr geehrter, hoher Herr Ministerpräsident,
Den man in Stadt und Land als klug und weise,
Als güt'gen Menschenfreund, als Wohltäter und Schöngeist kennt,
Ihr kreuzt im grünen Rocke meine Schneise.
Ich seh' in Eure Flinte und ich seh' Euch ins Gesicht,
Ihr seht mich beide Vorderläufe heben,
Ich bin ein friedfertiger Hase, bitte schießt mich nicht,
Ich fleh' Euch an, verschont mein Leben!
Ich hab Kinder wie Ihr und meine warten jetzt im Bau
Wie Eure zu Haus mit dem Mittagessen.
Ich hab' Freunde wie Ihr, und wie Ihr hab' ich eine Frau,
Und wie Ihr habe ich auch zwei Mätressen.
Ich liebe alle und ich lieb' das Leben, wie Ihr auch,
Ich liebe den Kohl, den grünen wie den weißen.
Ich knabbre zarte Möhren und ich nage frischen Lauch,
Allein ins Gras möcht' ich heut' noch nicht beißen!
Fehlt Euch denn an Nahrung? Nein, Ihr seid so wohlgenährt.
Ich droh' Euch nicht, ich seh' Euch nicht in Nöten.
Doch wenn es nicht aus Hunger ist, Ihr Euch aus Not nicht wehrt,
Wollt Ihr mich dann aus Lust am Töten töten?
Dann wären Eure schönen Reden von Gewaltverzicht,
Von Abrüstung und Frieden leere Phrasen.
Das aber kann nicht sein, ein Mensch von Ehre schießt doch nicht
Auf einen ganz unbewaffneten Hasen!
Sagt halt, wenn Ihr zurück zu Eurer Jagdgesellschaft geht,
Heimkehrend aus des tiefen Waldes Winkeln,
Und Ihr Euch schämt, ganz ohne Hasenleiche dazustehen:
Ihr wolltet gar nicht jagen, nur mal pinkeln.
Gesteht es doch der rohen Mördermeute endlich ein:
Ihr seid kein Jäger, Ihr seid Pilzesammler!
Steckt Eure Flinte weg, nehmt diese Pfote und schlagt ein,
Ihr mordet keinen Hasen, keinen Hirsch, kein wildes Schwein!
Dies kann der Anfang einer wunderbaren Freundschaft sein
Zwischen Ministerpräsident und Rammler.
Reinhard May - Tierpolizei
Ich sitze still vergnügt im Goldnen Bär'n auf der Terrasse,
studier' die Karte, und ich frag' mich, welches Essen ich heut' fasse,
ob Babysteinbutt, Deichlamm oder Milchzicklein, das weiche,
das Stubenkücken oder was sonst für 'ne Tierkinderleiche.
Es siegt mein guter Grünkern, so nehme ich, was ich immer hatte:
'nen Tofuburger und Ludwigs bunte Gemüseplatte.
Oh Mann, ey, noch mal Schwein gehabt, grad' kommt mein Essen herbei,
und haargenau in dem Moment erscheint die Tierpolizei.
Tierpolizei ermittelt Deinen Teller,
Tierpolizei schleust Dir Asseln in den Keller,
Tierpolizei sitzt in deinem Einkaufswagen,
Tierpolizei stellt Dir unbequeme Fragen:
Ob man für Dich dem Mutterschwein die Ferkelchen entreißt,
ob Du etwas über die Herkunft der Hähnchenteile weißt,
Tierpolizei rührt in deinem Kasserollen, Kalbsorganhandel:
Nieren und Leber sind verschollen!
Tierpolizei sucht in deiner Tiefkühltruhe,
Legt Die Hundehaufen unter Deine Schuhe und veranlasst,
dass wenn Du ihren Anordnungen trotzt,
Dir Dein Kater den Gourmetfraß auf den Perserteppich kotzt.
Ich bewundre ja den Nerv der furchtlosen Pelzschlampen auf dem Kudamm,
auf der Kö, der Kärntnerstraße und im Kampen,
die um in fremder Tiere Fell herumzulaufen,
irgend' nem alten Esel ihre eigne Haut verkaufen.
Wenn du glaubst, du brauchst 'nen Fummel,
dann lass dir raten, Schwester,
gehe hin in Frieden und hol' dir einen aus Polyester.
Denn wehe, wenn der Zobel dich im Netz ertappt,
der holt die Tierpolizei, und dann wird zugeschnappt!
Tierpolizei observiert dich aus dem Gully,
setzt dir Motten in den Cashmerepulli,
Tierpolizei kommt dir ganz schnell auf die Schliche,
Tierpolizei verfügt über Wespenstiche!
Sie findet Deine Krokotasche und Dein Elfenbein,
und dann Schwester, glaub' mir, möcht' ich nicht an deiner Stelle sein!
Tierpolizei, ouh! Das sind ganz scharfe Hunde,
Tierpolizei beißt von hinten in die Pfunde,
Tierpolizei auf der Lauer auf der Mauer,
Tierpolizei hat die schnelle Eingreif-Power.
Sie schlägt unerwartet zu, immer diskret und anonym,
zum Beispiel kackt sie dir als Taube auf dein Lagerfeld Kostüm.
Passt bloß auf in den Pharma-Labors, sie guckt in jede Kiste!
Ihr Folterknechte steht ganz oben auf der Fahndungsliste!
Ihr Unschuld'ge-zu-lebenslanger-Haft-im-Zoo-Einsperrer,
Ihr Gänsestopfer, ihr Schlachtvieh-auf-Tiertransporte-Zerrer!
Du Hühnerfabrikboss mit Deiner Hölle hinter Gittern,
jetzt bist Du selber dran, jetzt hilft kein Heulen und kein Zittern,
mach' die Legebatterien auf, lass die Hühner frei und
dann lauf' so schnell Du kannst vor der Tierpolizei!
Tierpolizei: Kleine, feuchte, schwarze Nasen,
Tierpolizei tarnt sich oft als Osterhasen.
Tierpolizei trägt unauffällige Felle,
Tierpolizei kommt per Huhn als Salmonelle,
immer tierisch motiviert, mit High-tech und letztem Schliff,
zum Beispiel machen Wanzen längst den großen Lauschangriff!
Tierpolizei kommt als Nacktschnecke und Made,
Tierpolizei: Kein Erbarmen, keine Gnade!
Tierpolizei operiert mit Zeckenbissen,
und hat die Lizenz zum in die Wohnung pissen.
Ich sag' Dir nur eins: Pfoten weg und lass die Tierquälerei,
und wenn du schlau bist, leg dich besser niemals an mit der Tierpolizei.
Da scharrt doch was an Deiner Tür, wenn du jetzt schreien kannst, dann schrei', denn das sieht aus - und das riecht wie - das ist die Tierpolizei!
Erbarme Dich
Die Räder rumpeln den schlaglochzerfurchten Weg entlang,
die Zugmaschine ächzt und dröhnt im zweiten, dritten Gang,
der Hänger folgt schlingernd den Schlangenlinien:
Zwei Dutzend Pferde sind die Ladung, Schlachtvieh ist die Fracht,
vier Nächte und vier Tage und vielleicht noch eine Nacht
von Litauen bis hinunter nach Sardinien.
Dreitausend Kilometer liegen vor dem Elendstreck durch Kälte,
Angst und Hitze auf dem zug'gen Ladedeck,
mit groben Seilen lieblos festgebunden,
dreitausend Kilometer eingepfercht und festgezurrt,
bei jeder Kurve schmerzt der raue Strick,
der harte Gurt scheuert bei jedem Rucken in den Wunden.
Erbarme Dich, erbarme dich, erbarme dich der Kreatur!
Sieh hin und sag nicht: "Es ist nur Vieh!"
Sieh hin und erbarme dich!
Sie leiden stumm, fast zwanzig Stunden geht die Reise schon,
die erste Rast in Zebrzydowice, der Zollstation:
Ein stumpfer Tierarzt stempelt die Papiere,
würdigt die Pferde keines Blickes.
Nach drei Stunden nur treibt man sie wieder auf den Wagen,
beginnt die Tortur von neuem für die längst erschöpften Tiere:
Mit Schlägen und mit Tritten die Laderampe hinauf, und strauchelt eines,
stürzt eines und bricht eines den Lauf,
dann stoßen sie es mit Elektrostäben wieder und wieder auf,
auch wenn's wieder und wieder fällt - nur für ein Tier,
das überlebt, gibt's am Ende Geld, und nur ein Tier, das steht, kann überleben.
Erbarme Dich, erbarme dich, erbarme dich der Kreatur!
Sieh hin und sag nicht: "Es ist nur Vieh!"
Sieh hin und erbarme dich!
Und weiter, immer weiter ohne Rast,
es drängt die Zeit, die Tiere längst zu Tod' erschöpft,
der Leidensweg noch weit, die Fracht verletzt,
gemartert und geschunden.
Beim Tanken noch ein Eimer Wasser, die letzte Ration,
der letzte Schlagbaum vor dem Schlachthof, die letzte Station,
und rohe Knüppel knall'n in off'ne Wunden.
Eine Betonplatte, ein Bolzenschuss, achtlos gesetzt,
ein wildes Aufbäumen im Todeskampf,
und ganz zuletzt dringt aus den Kehlen eine Todesklage:
Ein Laut, so schaurig, der schon nicht mehr von dieser Welt ist,
in einem Todesschrei, den du dein' Lebtag nicht vergisst,
endet in Cagliari alle Plage.
Erbarme Dich, erbarme dich, erbarme dich der Kreatur!
Sieh hin und sag nicht: "Es ist nur Vieh!"
Sieh hin und erbarme dich!
Die Würde des Schweins ist unantastbar
In einer engen Box war es,
Auf Beton, unstandesgemäß,
Dass sie die Glühbirne der Welt entdeckte.
Sie war das Ferkel Nummer vier,
Drei andere lagen über ihr.
So ein Gedränge, dass sie fast erstickte!
Schon nach zwei Wochen Saugakkord
Kam jemand und nahm Mutter fort,
Doch noch als die Erinn'rung schon verblasst war,
Fielen manchmal dem jungen Schwein
Der Mutter Worte wieder ein:
"Die Würde des Schweins ist unantastbar!"
Der Kerker wurde ihr Zuhaus'.
An einem Fleck tagein, tagaus.
Und immer im eigenen Dreck rumsitzen.
Die feine Nase, der Gestank!
Sie wurde traurig, wurde krank,
Und als sie sehr krank wurde, gab es Spritzen.
Sie wurd' zum Decken kommandiert, -
Das hat sie niemals akzeptiert,
Dass Schweinesein nur Ferkelzucht und Mast war:
Und wenn man ihren Willen brach,
Dachte sie dran, was Mutter sprach:
"Die Würde des Schweins ist unantastbar!"
Dann fuhr der Viehtransporter vor,
Man packte sie an Schwanz und Ohr
Zusammen mit ihren Leidensgenossen.
Die zitterten und quiekten bang
Und fuhr'n und stunden stundenlang,
Viel enger noch als üblich eingeschlossen.
Das Schwein ist schlau, so ahnt es schon
Die tragische Situation.
Sie wusste, dass dies ihre letzte Reise war.
Sie hat den Schlachthof gleich erkannt,
Und sie ging ohne Widerstand.
Die Würde des Schweins ist unantastbar!
Sie hat den Himmel nie gesehn,
Durft' nie auf einer Weide stehn,
Hat nie auf trocknem, frischen Stroh gesessen.
Sie hat nie im Schlamm gesuhlt,
Freudig gepaart und eingekuhlt -
Wie könnte ich dies Häufchen Elend essen?
Die Speisekarte in der Hand
Seh' ich über den Tellerrand
Und kann die Bilder wohl nie vergessen.
Ich möchte nicht, Du armes Schwein,
An Deinem Leid mitschuldig sein,
Weil ich in diesem Restaurant zu Gast war.
Und ich bestell von nun an wohl
Den überback'nen Blumenkohl.
Die Würde des Schweins ist unantastbar.
Oh, lieber Bär - Dhanisthika d.d.
"Oh lieber Bär, du hast vergessen,
dass auch Menschen gerne Tiere essen.
Schafe, Ziegen, Hühner, Rinder und Schweine
sind ihre Leibgerichte, das lässt sich nicht mit dir vereinen.
Für sie bist du ein Rivale, Dieb und Störenfried,
ein Ausländer, den man im Lande nicht sehr liebt.
Mein lieber Bär, am besten ist, du wirst ein richtiger Vegetarier,
so bleiben alle diese Tiere im "Schutz" der gierigen Parlamentarier.
Doch auch als Vegetarier nimm dich in Acht
und plündere nicht die Gärten in der Nacht,
auch lass die Mülltonnen stehen auf ihrem Platz
sonst knallt's und tot ist Meister Patz.
Später im Museum kannst du dich betrachten
mit einem aufgesperrten gefürchteten Rachen.
Den Kindern erzählt man wie grausam du warst,
du hättest gerissen so viele unschuldige Schaf'.
Du bist wie ich ein Geschöpf der Mutter Natur
und zur Freude Gottes, oh Bär, dazu gehörst auch du,
es gibt keinen Grund dich abzuknallen oder dich
leiden zu lassen in den Todesfallen.
Dies gilt auch für alle anderen Tieren,
die jeden Moment unter den Händen der Menschen
ihr Leben verlieren.
Jedes Geschöpf hat seinen Platz hier auf Erden
und Nahrung genug, ohne von Menschenhand zu sterben.
Ihr Menschen schließt Frieden und lebet in Eintracht
mit all den Geschöpfen, so besiegt ihr die Zwietracht".
Dhanisthika d.d. - Ich bitte um Vergebung
Ich habe Schuld auf mich geladen
umnachtet von meinem Egowahn,
mein Faustrecht nahm sich ohne Gnade
alles was ihm nur dienlich war.
Ich habe getötet so viele Tiere
Ich hab sie gequält, der Lust gefrönt
Ich hab sie gegessen, ich war so gierig,
nie hab ich mich mit ihnen versöhnt.
Eingeholt vom Gesetz des Karmas
wie ein Schatten lief er mir nach,
ich litt an meinen schlimmen Taten
so entsetzlich bis ich zusammenbrach.
Hab Gottes Schöpfung so missachtet
aufgebläht war mein Verstand,
hab nur auf meine Lust geachtet,
egal war mir das Tier auf der Schlachtbank.
Mutter Erde weint all eure Tränen
und euer Leid bricht ihr das Herz,
jeden Moment erleidet sie Qualen
wenn der Atem des Todes über sie weht.
In den Träumen erscheint mir Mutter Erde
bedeckt mit einem Leichentuch
und ich daneben mit Gabel und Messer
und flehende Augen von einer Kuh.
Der Tod hält inne und schaut mich an
Er deutet auf mein Herz
Hör auf zu töten und bitte um Vergebung
damit du Frieden finden kannst, das ist kein Scherz.
Ich ruf' euch Freunde, kommt alle her
ihr meine Schwestern und Brüder.
Habt keine Angst, ich quäle euch nicht mehr
noch brauch' ich der Vögel Gefieder.
Ihr Freunde, nie wieder soll all dies geschehen
ich bitte euch alle um Vergebung.
Statt Messer und Gabel der Ruf des Friedens,
willkommen in der vegetarischen Löffel-Revolution.
Alles Leben wird von Gott gegeben!
Dhanisthika d.d. - Ein Kälbchen klagt an
Ich bitte dich mein lieber Bruder
hole meine liebe Mutter her,
ich bin jetzt erst geboren worden
und brauche ihre Liebe sehr.
Ich sehne mich nach Licht und Wärme
es ist so dunkel in diesem Stall,
bin umgeben von kalten Wänden
auch küsst mich kein warmer Sonnenstrahl.
Der Raum so klein, von der Liebe entzweit,
meine Seele verkümmert, der Tod ist bereit!
Oh Mutter hörst denn du mich nicht
ich bin dein Kind, wo bleibst du nur?
ich möcht' mit dir auf Wiesen tummeln
und mich erfreuen an Gottes Natur.
Spielen möcht' ich mit meinen Freunden
doch es ist mir nicht erlaubt,
stattdessen muss ich sehr viel Leiden
bin meiner Freiheit brutal beraubt.
Der Raum so klein, von der Liebe entzweit,
meine Seele verkümmert, der Tod ist bereit!
Zum ersten mal in meinem Leben
ein paar Schritte im Sonneschein,
vom Stall hinaus zum Schlachterwagen
mein letzter Gang, oh Mutter steh mir bei!
Mein lieber Bruder, bitte, bitte
sei mir barmherzig, lass mich am Leben,
schenk' mir dein Herz und deine Liebe,
senk' deine Faust und lass deine Hiebe.
Oh Bruder, wo bleibt dein gütiges Herz?
Warum bist du so roh und hart?
Auf dem Transport, Schmerzen, Leiden,
Angst und Qualen, gebrochene Beine,
jede Träne willkommen gegen den Durst
Qualvolles Sterben für eine "köstliche" Wurst.
Oh Mensch du bist doch unser Bruder
Bitte, erbarm dich unser allen,
damit Du in deiner Seele Frieden findest
und das Seil des Karmas dich nicht wieder bindet.
Der Tod ist mir zum Freund geworden
auf dieser Reise in einen neuen Morgen!
Kein Erbarmen kann ich euch geben,
der Mensch will Fleisch, euer Flehen ist vergebens,
das Schlachthaus ruft, der Mensch hat entschieden,
euer Schicksal auf Erden ist, dem Menschen zu dienen.
Mein Fleisch muss hell sein, zart und fein
im Kochtopf schmoren, ist das mein Sein?
Kein Mensch erbarmt sich meiner mir,
ich bin für ihn ja nur ein Tier.
Oh Tod, ich spüre dich ganz nah mein Freund,
Oh Gottes Diener, du bist mir nicht mehr fremd.
Traurig ergriffen blickt es ein letztes mal
in die gewaltbereite Schlächterrunde,
Tränen fließen aus seinem Augenpaar
nun hat geschlagen seine Todesstunde.
Oh Mensch lass dieses Quälen sein,
da sonst das Karma holt dich ein.
Oh Mensch stell dieses Töten ein,
da sonst du selbst ein Tier wirst sein.
Alles wird dir zurückgegeben
in deinen nächsten weiteren Leben.
Dhanisthika d.d. - Ein Füchslein spricht
Ein Füchslein spricht in seiner Not
Was führt dich großer Bruder zu dieser Tat,
dass du mich totschlägst mit der Axt
Oh großer Bruder, tu das bitte, bitte nicht!
Ich möchte gerne leben so wie auch du
und mich erfreuen an der Mutter Natur,
Komm lass uns gemeinsam Freunde sein,
alle Geschöpfe gehören nur(Gott) Krischna allein..
Oh Bruder, bitte trockne meine endlosen Tränen
die ich in meiner tiefsten Qual vergossen hab
und streichle meine schmerz glühenden Wunden,
damit uns der Frieden hier auf Erden begleiten mag.
Denke immer daran, an den Pelzen klebt Blut,
das ist für dein Leben und Sterben nicht gut,
Du trägst die Verantwortung für all deine Taten,
wahre Liebe ist Licht und Licht kennt keinen Schatten.
Nochmals richte dein Blick in meine traurigen Augen,
die aus der innersten Tiefe meiner Seele dich schauen,
denn du kannst meinen grobstofflichen Körper erschlagen,
doch meine Seele unsterblich, sie bleibt unbeschadet.
Deine Tat jedoch wird dich wie dunkle Schatten begleiten
und dich ins Tal der Finsternis leiten,
Im universellen Gedächtnis ist sie aufgeschrieben,
bis du erkennst...wo ist dein Herz geblieben?
Dhanisthika d.d. - Das Leiden der Geschöpfe
Unzählige Tiere sah ich leiden,
ihr grausiges Schicksal berührte mich kaum,
auch wollte ich nicht hören ihre Todesschreie
und die Angst ihres Schreckens ließen mich kalt.
Noch wollte ich sehen in ihre traurigen Augen
und auch ihre Tränen erreichten mich nicht.
Man hat mir erzählt, das war immer schon so,
Tiere und Sklaven sind der Menschheit ihr Brot.
Das Fleisch toter Tiere liegt bequem in den Regalen,
fein säuberlich verpackt präsentiert sich die "Ware",
denn Tiere, die haben ja nichts zu verlieren,
geboren zum sterben, um den Menschen zu dienen.
Man sagte mir auch; Tiere, Sklaven und Frauen
die hätten keine Seele, die sind zum gebrauchen,
all die Wünsche zu stillen was sich das Ego ersehnt,.
Oh welch trauriges Spiel das über die Erde sich lehnt.
Was ist mit den vielen unerwünschten Kindern
die hingerichtet werden um ihr Leben zu verhindern?
Niemand hat das Recht diese Seelen zu vertreiben,
die aus der Liebe Krishnas auf die Erde reisen.
Ein Trauerkleid aus Blut umhüllt die Mutter Erde,
geschmückt mit dem Ego von Stolz, Gier, Hass und Zorn.
Millionen von Tieren sterben qualvoll in ihrem Leibe
und ihr Schmerz ist zu hören bis zur höchsten Dimension.
Sie betet zu Krishna; bitte hab mit den Menschen Erbarmen
denn sieh, sie wissen nicht was sie tun!
Ihre Herzen beschlagen von widrigen Mächten
die gegen Dich kämpfen für ihren eigenen Ruhm.
Menschen erhebt euch, liebt alle Geschöpfe,
denn sie sind unsere Gottesgeschwister.
Lord Krishna hat sie alle aus Liebe erschaffen
zu Seiner Freude und keines davon will Er missen.
Solange wir Menschen, Kinder und Tiere umbringen
können unsere Herzen niemals Frieden finden.
Im Schatten vom Karma werden wir wandeln,
in der Verantwortung unserem stetigen Handeln.
Ihr Menschen steht auf, steht auf, steht wirklich auf
und lobpreist Lord Krishnas heiligen Namen!
Ihr Menschen wacht auf, wacht auf, wacht endlich auf
und säet in die Herzen Seine göttlichen Samen!
Dhanisthika d.d. - Mutter Erde tanzt
Wenn Mensch und Tier zusammen spannen,
kommt es zur Begegnung der anderen Art:
Jener die man Liebe nennt.
Ihr lieben Menschen, wir laden Euch ein,
zur Neujahrs Party um den Frieden zu feiern.
Der Tisch ist gedeckt mit vegetarischen Sachen,
das wird die Erde glücklich machen.
Kein Tier wird gequält, kein Blut wird vergossen,
die Löffelrevolution hat den Frieden beschlossen.
Rund um den Erdball soll die Versöhnung stattfinden
gemeinsam, miteinander den Friedens-Song singen.
Frieden auf Erden für Mensch und Tier,
keines soll sterben für die menschliche Gier.
Mit dem Band der Liebe, Freunde wir werden
auf unserer schönen göttlichen Erde.
Vorbei die Tränen die die Erde ertränkte.
Vorbei das Leiden das die Erde so kränkte.
Gestillt das Blut das die Erde durchfloss.
Gestillt die Schreie des Todesstoß.
Kommt her ihr Freunde der neuen Welt
im Einklang des Schöpfers ihr euch gesellt.
Baut Gärten des Friedens für Mensch und Tier
nur so besiegt ihr die tödliche Gier.
Lasst uns gemeinsam Freunde sein,
von Herz zu Herz des Lebens erfreuen,
wir alle sind nur Gäste hier,
ob du ein Mensch bist oder ein Tier,
die Zeit ist kurz mein lieber Freund,
nie warst du je für mich ein Feind.
Stell ein deinen Feldzug mit dem Messer
und lasse ab vom Tiere essen,
mit dem Löffel in der Hand
kommst ohne Schaden durchs Karmaland
und feierst hier zusammen mit uns
die Neujahrs Party mit vegetarischem Genuss.
Dhanisthika d.d. - Drei Erdmännchen unter sich
Meine lieben Freunde, ich grüsse euch und bin froh wieder hier zu sein;
in der Welt der Menschen ist Unruh und Streit,
materieller „Reichtum“, Armut und entsetzliches Leid.
Und auch die Tiere haben nichts zu bestellen,
die meisten hausen in Todeszellen,
sie werden gefoltert und aufs Tiefste missachtet
und für die menschliche Lust geschlachtet.
Die einen sehen sich als Fleisch auf den Tellern
und andere als Pelze auf den Laufstegen schlendern.
Tiere als „Ware“ für die menschliche Gier,
als seelenlose Wesen geahndet, misshandelt, oh es graust mir.
All diese Pein habe ich mit all meinen Freunden geteilt
und bekam Mitgefühl mit unserem so genannten herzlosen „Feind“,
da kam ein Lichtstrahl von einer anderen Welt,
den man in der Gottes Schöpfung Liebe nennt,
Menschen mit klaren Herzensbotschaften
befreiten uns gequälte Gefängnisinsassen,
mit ihrer Hilfe bin ich aus dieser Haft entkommen
und kehre zurück, bin im Herzen noch benommen.
Aus deiner Geschichte ergeben sich Fragen,
die wir beide an dich haben:
In der Welt der Menschen hast du gelebt und gelitten
und niemand hörte deine Bitten,
sage uns: Verstehst du jetzt die Sprache der Menschen
und kennst du ihre Worte?
Verstehst du auch ihr Handeln
und warum sie hier auf Erden die Tiere so misshandeln?
Und die, die dich gerettet haben, was sind denn das für Menschen?
Bitte sage uns: Wo liegt der Unterschied?
Wisset liebe Freunde, nicht nur Tiere werden misshandelt und gequält,
auch Tausende von Kindern, alte und ausgegrenzte Menschen und die meisten bleiben ungezählt.
Mutter Erde erleidet unsägliche Pein,
man hört bis zum Himmel ihren Hilfeschrei,
das Schiff der Menschen ist in Seenot,
beginnt zu sinken, es tanzt der Tod,
doch das letzte wahre und entscheidende ist Gottes Wort.
Die Sprache der Menschen ist so verwirrend wie das Dickicht im tiefsten Dschungel,
man kann nie wissen, wann man auf einen Kaktus tritt oder von einer Rose wird umschlungen.
Mal ist die Sprache weich und zärtlich,
mal widerwärtig und hässlich,
mal fröhlich und beschwingt,
je nachdem wie der Wind im falschen Ego seine Sichel schwingt.
So auch sprechen ihre Worte verführerisch,
und zwiespältig,
mal singen sie in Liedern von Edelmut und Frieden,
dann sprechen sie in Lügen, um Mutter Erde mit ihren Geschöpfen zu verprügeln.
Oh, ihr meine lieben Freunde,
ich sehe die Menschen nicht als Feinde,
in die Dualität sind sie gesprungen
und vom falschen Ego in die Zange genommen.
Und so irren sie in der Dunkelheit umher
und sind der Meinung, sie seien in der Schöpfung das glänzende Königsheer.
Von ihrem Ruhm gefangen gelangen sie in die Gier, die unersättliche Wünsche hegt,
wie Macht, Geld, Gier und Krieg,
so treiben sie im Meer der Leiden, der Tod ist ihr Gefährte,
oh, ihr Wesen des Schöpfers, lobpreist Ihn mit heiligen Gebete.
Solch menschliches Handeln ist ein Zeichen von höchster Verzweiflung,
auf der Suche nach Liebe, Frieden, Glück und Erfüllung,
doch die Illusion hat sie auf das Schlachtfeld geführt,
in den Dschungel der Finsternis, wo der Tod sie berührt.
Sie haben vergessen ihre wahre Heimat,ihr wahres Zentrum und ihr wahres Sein
und so laufen sie in den Schlund der allverzehrenden Pein.
Sie haben ihren freien Willen missbraucht
und so wurden sie von der täuschenden Illusion berauscht
und dennoch erstrahlt ihnen ein göttliches Licht,
Menschen von der höchsten Vorsehung geschickt.
Ihre Worte und Taten von göttlicher Liebe beseelt befreien die Seelen,
die noch nie ein Licht in ihrem Dasein haben gesehen.
Sie klettern über Mauern, wärmen eisige Herzen,
mit der Waffe der Liebe heilen sie Schmerzen.
Ihr Zentrum ist (Gott) Krishna der liebliche Herr,
die höchste Liebe und ihr führender Stern,
Er liebt alle Geschöpfe, sie sind Seine Kinder
und Mutter Erde liebt Er nicht minder.
Durch Seine Barmherzigkeit bin ich zurück,
bin gerettet aus meinem tiefsten Unglück.
Nun bitte ich euch meine lieben Freunde,
zu vergeben uns und all unseren vermeintlichen „Feinden“.
Zum Gebet wollen wir unsere Hände falten
und unsere Herzen der göttlichen Liebe hinhalten,
damit die Sonne der Höchsten Barmherzigkeit
uns ewig taucht in Gottes Schönheit.
Wir wollen Ihn lobpreisen für all Seine Liebe, für all Seine Güte,
damit wir vom Samen bis zur Blüte,
Ihn erfreuen mit unserer Gegenwart, der alles umfangenden Freude.
Lebe das Leben in Freude und mit liebevollen Gedanken,
singe immerfort (Gottes) Krishnas heiligen Namen,
so wird dich dein Lebensmut und deine Lebensfreude nie verlassen und du säest göttliche Samen.
Du bist ewige Seele, unsterblich, wunderschön und immerdar,
und ihre Sehnsucht: ist sie nicht unseres wirklichen Zieles wunderbar?
Vertrauen und Achtung, das sind die beiden unzertrennlichen Grundpfeiler der Liebe.
Euer Freund und Bruder, wohlbehalten und geläutert, zurück aus der Gefangenschaft.